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Dachdecker wehren sich gegen die starken Preiserhöhungen: Branchenverbund Roofer’s Club schlägt Alarm

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  • Unbegründete Preiserhöhungen bei vielen Materialien gefährden Konjunktur und deutschen Wohnungsbau
  • Forderungen: Preisgleitklauseln bei öffentlichen Aufträgen, Preisbindungen der Industrie und Sonderabschreibungen für private und öffentliche Auftraggeber

(Wettringen, April 2026) Die Lage im Dachdeckerhandwerk spitzt sich weiter zu. Der Roofer‘s Club, ein Zusammenschluss mittelständischer Dachdeckerbetriebe, warnt vor massiven Verwerfungen durch drastische Materialpreissteigerungen. Insbesondere Produkte auf Rohölbasis wie Bitumenbahnen, Kunststoffabdichtungen und Dämmstoffe haben sich in kurzer Zeit um bis zu 20 Prozent verteuert. Nach Angaben der Betriebe erfolgten diese Preissteigerungen teilweise innerhalb weniger Wochen – mit gravierenden Folgen für die gesamte Baupraxis. „Wir reden hier nicht mehr über normale Marktbewegungen, sondern über Preissprünge, die jede Kalkulation aushebeln“, erklärt Urs Nies, der Managing Director des Roofer‘s Clubs. „Angebote sind teilweise nach wenigen Wochen nicht mehr haltbar – und viele Preise den Endkunden auch nicht mehr vermittelbar!“

Die Betriebe sehen sich zunehmend gezwungen, Angebote nur noch mit sehr kurzen Bindefristen abzugeben. Gleichzeitig geraten laufende Bauprojekte wirtschaftlich unter Druck, da Preissteigerungen häufig nicht weitergegeben werden können. Besonders kritisch: Die Auswirkungen reichen weit über das Handwerk hinaus. Bauprojekte werden verzögert oder ganz gestoppt, Investitionen bleiben aus und der dringend benötigte Wohnungsbau wird weiter ausgebremst. „Hier sollte die Politik dringend Akzente setzen, sonst bleibt der deutsche Wohnungsbau auf Jahrzehnte hinaus gefährdet, da ohnehin weniger Wohnungen gebaut werden als benötigt. 2025 wurden lediglich 235.000 Wohnungen in Deutschland gebaut. Das Ziel der Bundesregierung waren mit 400.000 fast doppelt so viele. Und das war noch vor der erneuten Krise. Am Ende bedeutet weniger Bau immer auch weniger Angebot und damit höhere Preis für alle“, resümiert Urs Nies.

Forderungen an Politik und Industrie

Der Roofer‘s Club fordert daher von der Industrie mehr Transparenz bei der Preisgestaltung sowie eine politische Überprüfung der aktuellen Marktentwicklung, ähnlich wie beim Spritpreis. „Es stellt sich die Frage, ob viele Preisentwicklungen in dieser Form noch marktgerecht sind“, so der Verbund. Zudem sprechen sich die Betriebe für verbindliche Preisgleitklauseln bei öffentlichen Bauprojekten aus, um mittelständische Unternehmen vor unkalkulierbaren Risiken zu schützen. „Unser wichtigstes Ziel ist Planungssicherheit im Handwerk, damit nicht noch weitere Bauprojekte gefährdet werden“, so Urs Nies. Weiterhin fordert der Roofer’s Club von der Industrie verbindliche Preisbindungen für drei Monate und eine flexible Anpassung der Preise nach unten bei sinkenden Rohstoffkosten. Von der Politik wünscht sich die Vereinigung Sonderabschreibungen für private und öffentliche Auftraggeber und Förderprogramme bei extremen Materialpreisschwankungen. Dazu startet der Roofer’s Club eine eigene Kampagne unter dem Titel „Initiative Bezahlbares Bauen“, um auf die Situation im Dachhandwerk aufmerksam zu machen.

Initiative Bezahlbares Bauen

Geplant sind eine umfangreiche Social-Media-Kampagne, Pressearbeit und Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern und der Industrie. „Wir müssen jetzt reagieren, denn viele Kollegen sind bereits am Limit“, erzählt Stefan Bern, Dachdeckermeister aus Mönchengladbach. „Die Situation ist dramatisch, das kann man leider nicht anders sagen. Wenn die Politik, die Industrie und wir alle nicht aufpassen, dann entstehen hier Schäden in der deutschen Bauwirtschaft, die wir so schnell nicht wieder beseitigen können. Hier ist die Politik gefordert, mit wirkungsvollen Maßnahmen gegenzusteuern. Vielleicht kann man kurzfristig die Mehrwertsteuer auf Bauleistungen senken. Damit wäre allen geholfen. Und sicherlich muss auch das Bundeskartellamt mal intensiver auf die Rohstofflieferanten blicken.“

Der Roofer’s Club vertritt bundesweit Dachdeckerbetriebe mit insgesamt rund 1 Milliarde Umsatzvolumen und mehreren Tausend Beschäftigten in Deutschland, darunter einige der größten Firmen Deutschlands wie die Hanebutt Gruppe, Hörnschemeyer Dächer oder Stefan Bern, der mehrere Dachunternehmen in Mönchengladbach besitzt. Managing Director Urs Nies, Stefan Bern und weitere Mitgliederbetriebe stehen gerne für Interviews oder Fragen bereit.

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Über DACHKRONE und Roofer’s Club

Die Marke DACHKRONE wurde im Jahr 2022 gegründet und steht für Exzellenz und Innovation im Handwerk. Jährlich verleiht die DACHKRONE den Deutschen Dachpreis in Kooperation mit dem Bauverlag und speziell mit dach+holzbau, dem Fachmagazin für Dachdecker, Zimmerleute, Bauklempner und Baustoffhandel. Als Imagekampagne für die Dachbranche und als offizielle Handwerksauszeichnung soll der Deutsche Dachpreis Aufmerksamkeit für alle Gewerke rund um den Dachbau schaffen und der Wertschätzung für diese Betriebe Ausdruck verleihen, die sich oft durch Tradition, Qualität, Leidenschaft, Innovation und Kunstfertigkeit besonders auszeichnen. Eine kompetente Fachjury wählt die Gewinner in den einzelnen Kategorien aus. Der Award wird einmal im Jahr an Handwerksbetriebe aus ganz Deutschland vergeben. www.dachkrone.de

Der Roofer’s Club ist das Unternehmernetzwerk der DACHKRONE. Nur Inhaber und Geschäftsführer ausgewählter Handwerksbetriebe haben Zugang zu diesem exklusiven Club, der sich vorgenommen hat, Mitgliedsunternehmen untereinander und mit der Industrie zu vernetzen. Dafür setzt das Netzwerk stark auf Wissenstransfer, Community-Aktionen und aktive Imagearbeit. https://dachkrone-roofers-club.de