Wenn Vorsicht zu Vermeidung führt
Wenn ein Beinahesturz das Vertrauen in den eigenen Körper erschüttert hat, wandelt sich eine gesunde Vorsicht zu der dauerhaften Angst, zu fallen. Insbesondere für ältere Menschen ist diese Sorge, international als „Fear of falling“ bekannt, sehr belastend. Häufig spielt nicht nur die Angst vor schwerwiegenden Verletzungen, sondern auch der Gedanke, was danach passiert, wenn man nicht mehr aus eigenen Kräften aufstehen kann, eine Rolle. Wird die Angst so groß, dass Betroffene alltägliche Aktivitäten vermeiden und zunehmend immobiler werden, entsteht ein problematischer Kreislauf. Weniger Bewegung führt zu weniger Kraft, mindert Gleichgewicht und Selbstbewusstsein – gleichzeitig wächst die Unsicherheit und damit die Angst. Die gute Nachricht: Vorbeugend kann man Risikofaktoren gezielt ausschließen und das persönliche Sicherheitsgefühl aktiv stärken.
Was ältere Menschen konkret tun können:
- Kraft und Gleichgewicht trainieren
Regelmäßige Bewegung gehört zu den wichtigsten Bausteinen der Sturzprävention. Der Fokus liegt hierbei auf Übungen zur Stärkung der Muskelkraft, zu Gleichgewicht und Koordination.
- Die Wohnung sicherer machen
Hochstehende Teppichkanten, frei liegende Kabel, schlecht beleuchtete Flure, rutschige Böden oder fehlende Handläufe können Stürze begünstigen und sollten optimiert werden, bspw. durch Kabelkanäle, hellere Beleuchtung und rutschfeste Matten. Auch Haltegriffe im Bad und das Platzieren häufig benutzter Gegenstände in gut erreichbarer Höhe können hilfreich sein.
- Hilfsmittel richtig nutzen
Ein Gehstock oder ein Rollator ist kein Zeichen verlorener Selbstständigkeit, sondern vielmehr Ausdruck wiedergewonnener Freiheit. Wichtig ist, dass Höhe, Handhabung und Bremsen richtig eingestellt sind und eine fachgerechte Einweisung oder Training stattgefunden hat. Auch gut sitzendes Schuhwerk mit rutschfester Sohle bringt mehr Stabilität als weiche Hausschuhe.
- Sicherheit schenken und Angst begegnen
Ein Hausnotrufknopf kann zwar keinen Sturz verhindern und ersetzt keine Bewegung oder medizinische Vorsorge. Aber er ergänzt die Prävention um einen wichtigen psychologischen und organisatorischen Baustein: das Wissen, im Notfall schnell und direkt Hilfe rufen zu können und nicht auf sich allein gestellt zu sein. Dieses Sicherheitsgefühl kann dazu beitragen, dass ältere Menschen aktiv bleiben, statt sich immer weiter aus dem Alltag zurückzuziehen.
Über das Hausnotrufsystem von Vitakt lässt sich per Knopfdruck eine Sprechverbindung zur rund um die Uhr besetzten Serviceleitstelle herstellen. Je nach Situation werden Angehörige, Nachbarn, der Pflege- oder der Rettungsdienst informiert. So trägt der Hausnotruf als Teil eines umfassenden Vorsorgekonzeptes dazu bei, im eigenen Zuhause ein selbstbestimmtes Leben zu erhalten, frei von Ängsten.
1https://gesund.bund.de/stuerze-aeltere-menschen#haeufigkeit