Die Matratze: der blinde Fleck im Schlafzimmer
Besonders deutlich wird die Lücke zwischen Sauberkeitsanspruch und Reinigungsroutine bei der Matratze. 44,9 Prozent der Befragten zählen Matratzen zu den Bereichen, die beim Reinigen schnell vergessen oder vernachlässigt werden. Das schlägt sich auch im tatsächlichen Verhalten nieder: 39,2 Prozent haben ihre Matratze noch nie gereinigt. Gerade dort, wo viel Zeit verbracht wird, endet die regelmäßige Reinigung damit häufig an der Oberfläche. Während Böden selbstverständlich gesaugt oder gewischt werden, geraten textile Flächen wie Matratzen schneller aus dem Blick, obwohl sie für Allergiker oft noch relevanter sind, weil sich auf Matratzen bis zu 10 Millionen Hausstaubmilben tummeln können.
Auch Teppiche und Polster werden nur selten tiefengereinigt
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Teppichen und Polstermöbeln. 79,4 Prozent reinigen diese höchstens ein- bis zweimal pro Jahr feucht oder nass. Fast jeder Zweite – 49,4 Prozent – tut dies sogar seltener als einmal jährlich oder überhaupt nicht. Dabei gehören gerade Teppiche und Polster zu den Flächen, auf denen sich Schmutz nicht immer unmittelbar erkennen lässt. Die Zahlen legen nahe: Der Bedarf an gründlicher Reinigung ist vorhanden, doch eine regelmäßige Routine hat sich bei vielen Befragten nicht etabliert.
Beim Abfluss beginnt das Putzen häufig erst mit dem Problem
Auch bei der Abflussreinigung dominiert eher Reaktion als Vorsorge. 70,2 Prozent reinigen ihre Abflüsse nicht regelmäßig vorbeugend. Besonders aufschlussreich: 38,7 Prozent werden erst aktiv, wenn das Wasser bereits langsamer abläuft. Damit zeigt sich auch hier ein Muster der Studie: Bereiche, die nicht ständig sichtbar sind oder zusätzlichen Reinigungsaufwand verursachen, werden häufig erst dann zum Thema, wenn die Verschmutzung bereits spürbare Folgen hat.
Sauberkeit bedeutet mehr als sichtbare Staubfreiheit
Dabei haben die Befragten durchaus klare Vorstellungen davon, wann sich ein Zuhause sauber anfühlt. Für 76,4 Prozent gehören saubere Böden und Oberflächen dazu. Dass kein Staub oder keine Tierhaare mehr sichtbar sind, ist für 48,1 Prozent ausschlaggebend. Spannend ist in diesem Zusammenhang ein weiterer Befund der Studie: Nicht sichtbare Verschmutzungen spielen eine überraschend große Rolle. 30,2 Prozent nennen Staub, Pollen und Milben als die Schmutzbelastung, die sie zu Hause am meisten stört. Damit liegt diese Kategorie vor Krümeln, Tierhaaren oder Flecken.
Weniger Gerätewechsel, mehr Tiefenreinigung
In der Gesamtschau zeichnet die Studie damit ein deutliches Bild: Sauberkeit ist wichtig – doch Tiefenreinigung bleibt im Alltag häufig auf der Strecke. Eine Ursache dafür kann die Vielzahl unterschiedlicher Aufgaben und dafür eingesetzter Reinigungslösungen sein. Für THOMAS bestätigt das den Ansatz, Reinigung nicht nur als klassisches Staubsaugen zu verstehen. Multifunktionale Systeme, die unterschiedliche Bodenarten, ebenso wie Teppiche, Polster oder Matratzen reinigen, können dazu beitragen, die Zahl einzelner Arbeitsschritte und Gerätewechsel zu reduzieren. Dass fast zwei Drittel der Befragten nach eigener Aussage häufiger tiefenreinigen würden, wenn sich mehrere dieser Aufgaben mit nur einem Gerät erledigen ließen, macht diesen Zusammenhang zu einer der zentralen Erkenntnisse der Studie.
Über die Studie
Die Ergebnisse stammen aus einer von Norstat im Auftrag von THOMAS durchgeführten Onlinebefragung von 1.001 Personen im Alter von 25 bis 65 Jahren in Deutschland, quotiert nach Alter und Geschlecht. Die Befragung wurde vom 13. bis 21. August 2026 über das institutseigene Online-Access-Panel durchgeführt. Rekrutierung und Datenerhebung lagen bei Norstat; Fragebogeninhalt und Studiendesign wurden von THOMAS vorgegeben. Die durchschnittliche Befragungsdauer betrug fünf Minuten. Die Teilnehmenden erhielten eine geringe Aufwandsentschädigung. Eine Quotierung nach Bildung und eine nachträgliche Gewichtung erfolgten nicht. Bei Fragen mit Mehrfachauswahl können sich die Prozentwerte auf mehr als 100 Prozent summieren. Norstat Deutschland ist nach ISO 20252:2019 für Dienstleistungen der Markt-, Meinungs- und Sozialforschung, einschließlich Access-Panel-Dienstleistungen, zertifiziert. Das Zertifikat ist bis zum 1. April 2028 gültig. Norstat ist außerdem ESOMAR Corporate Member; die vorgelegte Mitgliedschaftsbestätigung gilt bis Dezember 2026.
Weitere Informationen über die Marke sind auf der Website thomas-germany.com und auf den Social-Media-Kanälen des Unternehmens abrufbar.