„Chronische Schmerzen sollten nicht einfach hingenommen werden“, sagt Prof. Dr. med. Basem Ishak.
„Auch wenn Betroffene bereits mehrere erfolglose Therapieversuche hinter sich haben, gibt es häufig weitere Möglichkeiten. Entscheidend ist, die tatsächliche Schmerzursache möglichst genau zu identifizieren und daraus ein passendes Behandlungskonzept abzuleiten.“
Die richtige Diagnose ist entscheidend
Ein auffälliger Befund ist nicht gleichzeitig auch die Erklärung für chronische Schmerzen. Häufige Ursachen, insbesondere bei Rückenschmerzen, können Verschleißerscheinungen an Bandscheiben oder Gelenken, Nervenreizungen, Engstellen an der Wirbelsäule, wie beispielsweise eine Spinalkanalstenose, oder muskuläre Fehlbelastungen sein. Ziel der Diagnostik ist es, die tatsächliche Schmerzquelle präzise zu bestimmen, denn nur so lässt sich eine gezielte und wirksame Therapie planen. Die umfassende und personenzentrierte Anamnese, wie sie an der ATOS Klinik Wiesbaden durchgeführt wird, spielt dabei eine entscheidende Rolle und entspricht den Empfehlungen aktueller Leitlinien. Diese betonen, dass Schmerzen unter anderem durch Bewegung, Stress, psychische Belastungen, soziale Umstände und berufliche Faktoren beeinflusst werden können, die bei der Diagnostik unbedingt berücksichtigt werden sollten.
„Nicht jeder chronische Schmerz muss operiert werden!“
Für Prof. Dr. med. Basem Ishak sind bei chronischen Schmerzen Ursache, Schweregrad, Dauer, Vorbehandlungen und persönliche Lebenssituation zu berücksichtigen. Eine Operation ist dabei nicht immer der notwendige Schritt. „Häufig lassen sich Beschwerden bereits durch konservative Maßnahmen, gezielte Infiltrationen oder minimalinvasive Verfahren erfolgreich behandeln. Wird eine Operation unumgänglich, setzen wir auf möglichst schonende, muskelerhaltende Techniken mit schneller Mobilisation“, erklärt Prof. Dr. med. Basem Ishak. Die Therapie wird bei ATOS interdisziplinär umgesetzt, in enger Abstimmung mit dem angeschlossenen ATOS MVZ und der ATOS Physiotherapie. Damit orientiert sich die ATOS Klinik Wiesbaden an den Empfehlungen internationaler Leitlinien, die bei chronischen primären Schmerzen nicht operative, sondern evidenzbasierte und interdisziplinäre Maßnahmen wie betreute Bewegungsprogramme empfehlen. Prof. Dr. med. Basem Ishak erarbeitet gemeinsam mit seinen Patienten ein individuelles Behandlungskonzept, abgestimmt auf die Ursache, die Beschwerden, die Erwartungen und die persönliche Lebenssituation. Dabei ist eine zeitnahe medizinische Abklärung wichtig, um frühzeitig mit einer geeigneten Therapie beginnen zu können. „Viele Patienten denken bei Schmerzen zunächst an Schonung als vermeintlich beste Lösung. Eine längere Schonung kann jedoch die körperliche Belastbarkeit weiter reduzieren und die Beschwerden langfristig sogar verstärken. Eine frühzeitige Abklärung kann dabei helfen, diese Entwicklung zu vermeiden.“ Die Therapie folgt keinem Schema F, sondern verbindet Diagnostik, konservative Behandlung, interventionelle Verfahren und begleitende Maßnahmen sinnvoll miteinander. Das oberste Ziel ist eine nachhaltige Schmerzreduktion, verbunden mit mehr Beweglichkeit, höherer Lebensqualität und schlussendlich mit der Rückkehr in einen unbeschwerten Alltag.
Weitere Informationen sind im Internet unter www.atos-kliniken.com/de/wiesbaden/ abrufbar.